Die Show für jedes FestBänkelsänger, auch Moritatensänger genannt, traten meist zu zweit auf und verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf kleiner Liedzettel. Zugrunde liegt der Tatbestand, dass umherziehende Sänger die ersten fliegenden Blätter, die Vorläufer unserer Zeitung, dem Publikum erläuterten. Damit auch eine grössere Menschenmenge den Sänger gut sehen und hören konnte, stellte sich dieser auf eine Bank - das "Bänkel". Moritaten - die seit dem 18. Jahrhundert übliche Bezeichnung für die vom Bänkelsänger zur Drehorgelmusik vorgetragenen und durch Bilder illustrierten Schauergeschichten mit moralisierendem Schluss, sind wohl durch gedehntes Singen des Wortes Mordtat - "Mo-red-tat" entstanden.
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